Sie sind hier: Angebote / Kreisbereitschaft / KAB: Suchdienst

„Ungewissheit über den Verbleib eines lieben Menschen ist genauso schwer zu ertragen wie physisches Leid“   Leitsatz der 17. Internationalen Rotkreuz-Konferenz, Stockholm 1948

Kontaktbox

Foto: DRK/Archiv

Herr
Thomas Horn
Fachdienst Suchdienst

Tel: 05422 - 962 46 - 0
Fax: 05422 - 432 07
kab@drk-melle.de

Bismarckstraße 17
49324 Melle

Das Kreisauskunftbüro (KAB) in Melle

Ehrenamtliche Mitarbeit beim DRK Suchdienst

Auskunftswesen bei Konflikten und Katastrophen

Was wir tun

Hier sieht man das Ausfüllen einer Suchkartei. Foto: DRK

Der Suchdienst des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) hilft Menschen, die durch bewaffnete Konflikte, Katastrophen, Flucht, Vertreibung oder Migration von ihren Angehörigen getrennt wurden, einander wiederzufinden.  

Darüber hinaus berät er in allen Fragen der Familienzusammenführung. Auch die vielen einzelnen Schicksale in Folge des Zweiten Weltkrieges beschäftigen den DRK-Suchdienst seit Jahrzehnten.

Amtliches Auskunftsbüro

Der DRK-Suchdienst ist außerdem von der Bundesregierung beauftragt, im Falle eines bewaffneten Konfliktes mit deutscher Beteiligung ein Amtliches Auskunftsbüro zu errichten, um Betroffene bei der Suche nach ihren Familienangehörigen zu unterstützen.  

Auch bei Katastrophen und größeren Schadenslagen in Deutschland wird der DRK-Suchdienst aktiv: Bundesweit unterhält er ein Netzwerk sogenannter Personenauskunftstellen für Angehörige.

Die dabei eingesetzten DRK-Landes- und Kreisauskunftsbüros (LAB/KAB) nehmen Informationen von Verletzten sowie vermissten Personen auf und erteilen Auskünfte an besorgte Angehörige.  

Wie wir arbeiten

Die Kreisauskunftsbüros (KAB) in den DRK-Kreisverbanden spielen bei Katastrophen  und Großschadensereignissen eine wichtige Rolle vor Ort. 

Zu Ihren Aufgaben gehören:
§  das Erfassen und die Auswertung von Informationen über Betroffene und verletzte Personen
§  die Annahme telefonischer und persönlicher Suchanfragen aus der Bevölkerung
§  die Auskunftserteilung an Angehörige über den Verbleib von gesuchten Personen

Papier und PC
Die bei einem Einsatz erhobenen Daten werden an das zuständige KAB weitergeleitet. Hier erfolgt die Erfassung zum einen über die manuelle Kartei, zum andern elektronisch über die Suchdienst-Software Xenios. Damit ist sichergestellt, dass alle Informationen stets zur Verfügung stehen.

Einige KAB-Einsätze, in denen der DRK-Suchdienst wichtige Anlaufstelle für die Bevölkerung gewesen ist:

§  Hochwasser 2013
§  Papstbesuch 2011
§  Love Parade Unglück 2010
§  Amoklauf in Winnenden 2009

Wie ich mich engagieren kann

Sie möchten sich ehrenamtlich im Kreisauskunftsbüros (KAB) engagieren? Wir geben Antworten auf wichtige Fragen rund um die Mitarbeit. 

Welche Voraussetzungen muss ich mitbringen? 
Sie sollten die Fähigkeit haben, auf Menschen einzugehen, teamfähig sein und auch in Ausnahmesituationen Ruhe bewahren können. 

Benötige ich bestimmte Ausbildung?
Nachdem Sie an der allgemeinen Helferausbildung des DRK teilgenommen haben, vermitteln wir Ihnen in der Fachdienstausbildung Suchdienst in 5 Modulen alle erforderliche Kenntnisse für eine Mitarbeit im KAB. 

Muss ich PC-Kenntnisse mitbringen?
Grundlegende Kenntnisse sind wünschenswert, aber kein Muss. Die Aufgaben im KAB sind vielfältig.

Wie hoch ist der zeitliche Aufwand?
Dieser variiert je nach KAB. In der Regel treffen sich die Helfer etwa ein- bis zweimal im Monat. 

Do you speak English?
Besonders freuen wir uns über Helfer, die über Fremdsprachenkenntnisse verfügen. Diese sind auch für die KAB-Arbeit von besonderer Bedeutung, aber natürlich keine zwingende Voraussetzung.

KAB im Einsatz

Szenario: Anhaltende Niederschläge führen deutschlandweit zu unzähligen Überschwemmungen. Flüsse treten über die Ufer und in zahlreichen Städten und Gemeinden wird Katastrophenalarm ausgerufen. Mobilfunknetzte und Internetverbindungen sind lahmgelegt, so dass viele Menschen, die umgehend evakuiert  oder medizinisch versorgt werden mussten, nicht mehr in der Lage sind, Verwandte oder Freunde über ihren Verbleib zu informieren. Angehörige versuchen verzweifelt, in Erfahrung zu bringen, wo sich vermisste Personen aufhalten.

In einer solchen Ausnahmesituation bewahren die Helfer des Kreisauskunftsbüro (KAB) die Ruhe. Viel Zeit zur Abstimmung bleibt nicht, daher müssen alle notwendigen Arbeitsschritte sitzen. Aus diesem Grund wird in mehreren DRK-Landesverbänden in einer Großübung die Zusammenarbeit zwischen einzelnen KAB regelmäßig auf die Probe gestellt.  

Es gilt, Suchanfragen – telefonisch sowie persönlich – aufzunehmen, Helfer, die sich im Einsatz befinden, zu erfassen, Personenlisten, die von Polizei und Krankenhäusern erstellt wurden, abzugleichen, Daten in die Suchdienst-Software Xenios einzugeben und im besten Fall Suchenden Auskunft über den Verbleib eines lieben Menschen zu erteilen. So können in kürzester Zeit tausende Daten von betroffenen Personen erfasst und hunderte Suchanfragen entgegengenommen werden. Jede positive Auskunft gibt auch den vielen ehrenamtlichen Helfern Anlass zur Freude. Freude darüber, Familien Gewissheit über das Schicksal ihrer Angehörigen zu verschaffen.      

Kreisauskunftsbüros Melle

Herzlichen Dank für Ihr Interesse an der Tätigkeit des DRK-Suchdienstes.

Der DRK-Suchdienst / Kreisauskunftsbüro Melle trifft sich jeden 1. Mittwoch im Monat zu einer abendlichen Informations- und Fortbildungsveranstaltung (Praktische Übungen, Vorträge, aber auch gemütliches Beisammensein). Die Veranstaltung findet im DRK-Zentrum Melle, Bismarckstr. 17, statt.  

Auch Sie können mitmachen bei der ständig aktuellen humanitären Tätigkeit des DRK-Suchdienstes. Gerne begrüßen wir Sie als neues Mitglied in unserem DRK-Suchdienst / Kreisauskunftsbüro Melle. Dürfen wir Sie zu unserer nächsten Veranstaltung einladen?

Wenn Sie Fragen zum DRK-Suchdienst / Kreisauskunftsbüro (KAB) oder Interesse an einer ehrenamtlichen Mitarbeit haben, sprechen Sie uns bitte an. Wir informieren Sie gerne. Wie Sie uns erreichen, erfahren Sie in unserer Kontaktbox oben rechts.

Thomas Horn