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MELLERIN ELKE STÖNNER IST GESTORBEN „Mit ihr geht ein Stück Rotes Kreuz“

NOZ 4.01.18 Melle. Sie hat jahrelang wie eine Löwin gegen die tückische Krankheit gekämpft und dabei ihre positive Ausstrahlung nie verloren: Am 29. Dezember starb Elke Stönner im Alter von 57 Jahren...

Eine große und überall beliebte Persönlichkeit ist tot: Elke Stönner, hier 2015 bei der Semper-Gala.Foto: Marita Kammeier

 

zu Hause. Das DRK in Melle wird für immer untrennbar mit ihrem Namen verbunden bleiben, zu denn Elke Stönner lebte für das Deutsche Rote Kreuz. Die sieben Leitlinien der Organisation, die auf dem Grundgedanken der Menschlichkeit fußen, schienen ihr wie auf den Leib geschneidert. „Jeden einzelnen Grundsatz kann ich ohne Wenn und Aber vertreten“, sagte Elke Stönner einmal am Rande einer Jubiläums-Veranstaltung zur Gründung des Roten Kreuzes.

1977 war sie als Auszubildende ins DRK eingetreten und mit dem dort erlangtem kaufmännischen Abschluss 1979 übernommen worden. 1987 wurde sie Geschäftsführerin des Kreisverbandes Melle. 2004 übernahm sie zusätzlich die Leitung des Kreisverbandes Osnabrück Nord und 2007 kam noch die Geschäftsführertätigkeit des DRK-Seniorenheims in Dissen dazu.

Mitreißend und fröhlich
Aber das sind nur nüchterne Zahlen. Wer den Menschen Elke Stönner erlebt hat, war fasziniert von ihrer unkompliziert-fröhlichen und ebenso mitreißenden wie zupackenden Art. „Was Elke für das DRK geleistet hat, lässt sich gar nicht in Worte fassen“, sagte Melles DRK-Vorsitzender Frank Finkmann gestern. Und: „Mit ihr geht ein Stück Rotes Kreuz“.

Wie groß die Wertschätzung war, die Sympathieträgerin Elke Stönner auch überregional entgegengebracht wurde, zeigten regelmäßige Besuche der jeweiligen DRK-Landesvorsitzenden in Melle. Auch der damalige DRK-Präsident und heutige Ehrenpräsident Rudolf Seiters gehörte in Melle zu Elke Stönners Gesprächspartnern. Seiters lobte nach dem Besuch die hohe Kompetenz und Einsatzfreude von Elke Stönner.

Sie war also eine gefragte Gesprächspartnerin. Das hatte sicherlich auch damit zu tun, dass sie sich schon früh begonnen hatte, sich in verschiedenen DRK-Gremien auf Landesebene zu engagieren. Ihr Wort und ihr Rat waren aber nicht nur in Arbeitskreisen und Leitungszirkeln gefragt, sondern sie galt auch als wichtige Ratgeberin in den höheren Führungsebenen.

Elke Stönner liebte Tiere über alles und daher gehörten ein Hund und zwei Katzen zu ihrem Privatleben in ihrem Haus in Oldendorf dazu. Mit ihrem Mann Helmut teilte sie viele Jahre lang die gemeinsame Leidenschaft für das Skilaufen.

Trotz ihrer Krankheit arbeitete Elke Stönner so lang es noch ging in der DRK-Geschäftsstelle. Danach wurde sie von ihren Mann zu Hause gepflegt, wo sie jetzt starb.

9. Januar 2018 10:54 Uhr. Alter: 218 Tage