Sie sind hier: Aktuelles & Stellenangebote » 

Die Koordinatorin plant was in den Schulmensen Ostercappeln auf den Tisch kommt

NOZ 24.08.18: Bereits als Jugendliche hat Gabriele Müller-Rademacher unter Anleitung ihrer Mutter gekocht, von ihr etliches gelernt, was sie bis heute in ihren eigenen Haushalt einfließen lässt.

Gabriele Müller-Rademacher ist Koordinatorin für die Mittagsverpflegung an den Schulen der Gemeinde Ostercappeln für das Deutsche Rote Kreuz. Foto: Christa Bechtel

Denn berufsmäßig dreht sich bei ihr alles um das Essen, da die gelernte Bürokauffrau inzwischen Koordinatorin für die Mittagsverpflegung an den Schulen der Gemeinde Ostercappeln für das Deutsche Rote Kreuz ist.

Diese Stelle trat sie am 1. Juli 2012 an; im September 2013 wurde die neue Schulmensa in Ostercappeln eröffnet. Als Koordinatorin ist sie für die Ludwig-Windthorst-Schule ebenso zuständig, wie für die drei Grundschulen in Ostercappeln, Schwagstorf und Venne sowie für die Kita Schwagstorf. Das Ganze geschieht unter der Leitung des DRK Kreisverbandes Melle.

Äußerst gut aufgestellt

Hat sich das eingerichtete System bewährt? „Auf jeden Fall, denn das DRK Melle betreibt die Mittagsverpflegung in Melle schon seit vielen Jahren. Da Bürgermeister Rainer Ellermann auch im DRK aktiv ist, hat sich wohl seinerzeit diese Verbindung ergeben. Anfangs haben wir von den Meller Erfahrungen sehr profitiert, sind aber hier von der Gemeinde von Anfang an äußerst gut aufgestellt worden, sodass wir in jeder Schule frisch aufbereiten können“, antwortet Gabriele Müller-Rademacher.

Die Speiseplanung

Als Koordinatorin übernimmt die gebürtige Bad Rothenfelderin die Speiseplanung. Aber: „Alleine kann ich gar nichts, sondern ich habe ein bärenstarkes Team mit sieben Kolleginnen hinter mir. Gemeinsam erstellen wir in Absprache die Speisepläne“, betont sie. Weiter kümmert sie sich um die Bestellungen bei „apetitio“ sowie bei den weiteren Lieferanten, „die uns ins Haus beliefern“, erläutert sie und ergänzt: „Was wir an Frischware brauchen, das kaufen wir vor Ort in den regionalen Geschäften ein. Darum kümmern sich die Kolleginnen jeweils, die in den Mensen das Essen aufbereiten.“

Wie gelingt es der Schulmensa Ostercappeln, die Schüler für gesundes Essen, insbesondere Beilagen wie Gemüse, Salat oder Ähnliches zu motivieren? Müller-Rademacher: „Das ist ein ganz großes Thema, da die Kinder natürlich auf all dieses Grüne verzichten würden. Aber wir ermuntern immer wieder, geben einfach nicht auf. In den Grundschulen fällt es leichter, die Kleineren zu überzeugen, dass das dazugehört, dass man es probieren sollte. Das ist oft von Erfolg gekrönt.“

Ausgewogenes Essen

Wünschen würde sich Gabriele Müller-Rademacher: „Dass alle Kinder von Zuhause auf ausgewogenes Essen eingestellt sind, es einfach kennen. Also dass sie gerne gesund und ausgewogen als Beilagen Gemüse und Salat oder als Nachtisch Obst essen, ohne dass wir sie immer so sehr ermuntern müssen – das wäre schön.“


Zur Sache:

Als soziale Leistung bietet die Gemeinde Ostercappeln folgendes an: Bei mehreren Kindern im System, wenn zum Beispiel ein Kind in der Grundschule Schwagstorf, ein weiteres Kind der Familie in der Oberschule Ostercappeln mit Mittagessen versorgt wird, zahlt das 2. Kind nur zwei Euro (anstatt 3/3,50 €) für das Essen. Nimmt ein weiteres Kind an der Mittagsverpflegung teil, reduziert sich das für jedes weitere um einen Euro, sodass die Teilnahme an der Schulverpflegung für Familien mit mehreren Kindern bezahlbar wird. Das Schöne ist, dass niemand mitbekommt, wie viel ein Kind für das Mittagessen bezahlt, egal ob über diese soziale Leistung oder über die Finanzhilfen im Bereich „Bildung und Teilhabe“. Ein großer Vorteil des bargeldlosen Systems.

Ein Artikel von Christa Bechtel

28. August 2018 09:05 Uhr. Alter: 76 Tage