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DRK – Seniorenheim Dissen feiert mit Sommerfest

NOZ 22.08.17 sp: Das DRK – Seniorenheim in Dissen feierte sein 40-jähriges Bestehen mit einem fröhlichen Sommerfest, das sowohl den aktiveren wie auch den schwer pflegebedürftigen Bewohnern genauso

viel Spaß machte wie auch den Betreuerinnen. Heimleiterin Katharina Wöbke und ihr Team hatten sich viel Mühe gegeben, den Geist der Gründerzeit, sprich der bunten späten 70er-Jahre, einzufangen. Sie selbst hatten sich entsprechend gekleidet, von den Zeltdächern baumelten echte Schallplatten herunter, und auf den Tischen ging es blumig bunt zu. Da wurde es fast schon zweitrangig, dass der Sommer nicht so richtig vorbeischaute und stattdessen dunkle Wolken und kühle Windböen das Fest begleiteten.

Diakon Tobias Roggenkamp eröffnete die Feier mit einer kurzen Andacht, in deren Mittelpunkt das Paul-Gerhardt-Lied „Geh aus mein Herz und suche Freud“ stand, in dem es um den Glauben, eine positive Lebenseinstellung trotz widriger Umstände und um die Wunder der ganz normalen Natur geht. Denkanstöße, die gerade auch die älteren Menschen gut nachvollziehen konnten. Nach der Andacht gab es dann erst einmal Kaffee und Kuchen, es wurden Luftballons in die Welt hinausgeschickt mit persönlichen Grußbotschaften, aus den Lautsprechern tönten Hits der 70er-Jahre, und gemeinsam erinnerte man sich an 40 Jahre Seniorenheim in Dissens Kleine Heue.

Erst 2007 hatte das DRK die Trägerschaft des Heims übernommen. Davor hatte der Förderverein Dissen dafür gesorgt, dass ein Seniorenheim in Dissen gebaut wurde, damit speziell Dissener auch im Alter weiterhin hier wohnen konnten, auch wenn sie keine Familie hatten, die für sie sorgen konnte. Das Seniorenheim wurde für viele eine neue Heimat.

Eine Bewohnerin  der ersten Stunde ist Gertrud Rüstmann, heute 90 Jahre alt und seit 40 Jahren hier heimisch. Ihr war es wichtig, nicht allein zu sein. Sie erinnert sich gerne an die vielen gemeinsamen Ausflüge und Aktivitäten, aber auch an die vielen Freundschaften, die sie schließen konnte. Und im Rückblick hat sie gelernt: „Man muss es so nehmen, wie es kommt!“.

In den 40 Jahren seines Bestehens hat sich viel im Seniorenheim verändert. Aus den Doppelzimmern sind längst Einzelzimmer geworden, und heute wohnen hier sehr viel mehr schwer pflegebedürftige Menschen, da die meisten so lange wie möglich ihre Selbstständigkeit genießen. Aber auch angesichts des Zustands einiger Bewohner und der wirtschaftlichen Vorgaben ist es Katharina Wöbke wichtig, dass die Menschlichkeit im Alltag nicht verloren geht, denn die Menschen, die ihnen anvertraut wurden, soll es gut gehen. Und diese positive Grundeinstellung spürte man auch auf dem Sommerfest im Umgang mit den Bewohnern.

13. September 2017 11:04 Uhr. Alter: 90 Tage