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Aus Vorstand wird Präsidium - DRK Kreisverband Melle mit neuer Satzung

NOZ 12.10.16: „Diese Mitgliederversammlung wird es in Zukunft nicht mehr geben.“ Die dramatische Ankündigung von Vorstandsmitglied Jens Walkenhorst kam im DRK-Kreisverband mit einem

Jetzt noch Vorstand, bald schon Präsidium des DRK-Kreisverbandes Melle: Katja Schulte, Philipp Wedegärtner, Regine Herchen, Gerhard Knigge, Kathrin Walkenhorst, Jens Kurby, Frank Finkmann und Thomas Horn. Nicht im Bild: Jens Walkenhorst (von links). Foto: Petra Ropers

Augenzwinkern daher. Denn an die Stelle der Mitgliederversammlung tritt im nächsten Jahr die Kreisversammlung.

Verantwortlich dafür ist eine neue Satzung, mit welcher der Kreisverband auf Änderungen auf Bundes- und Landesebene reagiert. Bereits 2009 begann auf Bundesebene der Prozess, 2011 zogen die Landesverbände nach. Nun sind die Kreisverbände aufgerufen, ihre teilweise deutlich überholten Satzungen zu vereinheitlichen. Eine der wichtigsten Änderungen für die Praxis betrifft das sogenannte Territorialprinzip.

Änderung für Ortsvereine

Danach können Kreisverbände künftig auch Aufgaben im Zuständigkeitsbereich anderer Kreisverbände übernehmen, wenn diesen etwa die nötigen Ressourcen fehlen. Im Kreisverband Melle fiel die Anpassung der Satzung vergleichsweise leicht: „Unsere Satzung war schon relativ modern“, erklärte Jens Walkenhorst, der sich gemeinsam mit Justitiar Philipp Wedegärtner durch die Paragraphen wühlte. Nach der Zustimmung der Mitglieder muss im Dezember noch der Landesverband die Satzung genehmigen.

Schon im kommenden Jahr steht dem DRK-Kreisverband dann nicht mehr ein Vorstand, sondern ein Präsidium vor. Am Montag als Vorsitzender wiedergewählt, amtiert Frank Finkmann dann als Präsident des Kreisverbandes Melle. Noch mit alter Bezeichnung in ihren Ämtern bestätigt wurden auch die stellvertretende Vorsitzende Regine Herchen, der stellvertretende Vorsitzende und Kreisbereitschaftsleiter Jens Walkenhorst, Schatzmeister Gerhard Knigge und Justitiar Philipp Wedegärtner.

Dem Vorstand und künftigen Präsidium gehören darüber hinaus Kreisverbandsarzt Thomas Herzig, Kreisbereitschaftsleiterin Kathrin Walkenhorst, JRK-Leiterin Susanne Dreyer, Ausbildungsleiter Jens Kurby und Kreisauskunftsbüroleiter Thomas Horn an. Eine Änderung ergibt sich durch die neue Satzung für die Ortsvereine. Sie sind im Präsidium künftig nicht mehr vertreten. „Die Informationen werden aber weiterhin fließen“, versicherte Walkenhorst. Zweimal im Jahr sind zu diesem Zweck Treffen mit den Vertretern der Ortsvereine geplant.

Finanzen in Ordnung

Finanziell blickt der Kreisverband Melle verhalten positiv in das nächste Jahr: Bei Einnahmen und Ausgaben von jeweils über 6 Millionen Euro sieht der Finanzplan einen Ertrag von rund 104000 Euro. „Das ist nicht üppig“, räumte Finkmann ein. Wirtschaftsprüfer Norbert Kälker bescheinigte dem Kreisverband jedoch, nachhaltig und im Sinne der Gemeinnützigkeit zu wirtschaften. Sorgen bereitet dagegen die Mitgliederentwicklung.

Die Mitgliederzahl sinke stetig, merkte die stellvertretende Geschäftsführerin Katja Schulte in ihrem Jahresbericht an. Positiv entwickelte sich im zurückliegenden Jahr unter anderem die ambulante Pflege, die 84 neue Kunden, darunter 26 im Hausnotrufsystem, gewann. Einen deutlichen Zuwachs verzeichneten auch die Schul- und Kindergartenverpflegung sowie die Erste Hilfe. Für ihre engagierte Arbeit dankte der Vorsitzende Katja Schulte mit einem Blumenstrauß. Sein ausdrücklicher Dank galt auch den vielen ehrenamtlichen Aktiven: „Sie sind das Gesicht des DRK. Sie verkörpern das, was unseren Kreisverband ausmacht.“ 

Ein Artikel von Petra Ropers

10. November 2016 09:22 Uhr. Alter: 104 Tage