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Verpuffung im Tanklager - Bei Übung in Melle fünf Verletzte gerettet

Meller Kreisblatt 18.05.14: Die Feuerwehren im Meller Ortsteil Oldendorf sowie das Deutsche Rote Kreuz konnten den Ortsrat bei der alljährlichen Übung von ihrer Leistungsfähigkeit überzeugen:

Die Helfer des Deutschen Roten Kreuzes kümmerten sich um die Verletzten. Foto: Martin Dove, Meller Kreisblatt

Innerhalb weniger Minuten retteten sie nach einem angenommenen Unglück auf dem Werksgelände insgesamt fünf Verletzte.

An der Übung hatten sich die Mitglieder der Werkfeuerwehr Westland/Assmann, der Ortsfeuerwehren Oldendorf und Niederholsten sowie des Deutschen Roten Kreuzes beteiligt. Als Zuschauer waren neben den örtlichen Politikern auch die Verantwortlichen der beiden Unternehmen Westland Gummiwerke und Assmann Büromöbel vor Ort. Die beiden benachbarten Firmen unterhalten eine gemeinsame Werkfeuerwehr, die im Ernstfall sofort eingreift.

Verletzte bei Verpuffung

So auch an diesem Abend. Nach dem „Drehbuch“ von Werkbrandmeister Udo Kemenah ereignete sich eine Verpuffung in einem Tanklager. Der Zwischenfall hatte weitreichende Folgen: Zwei Mitarbeiter wurden durch umherfliegende Teile verletzt. Außerdem musste ein Lkw ausweichen und prallte gegen ein Gerätehaus neben dem Waschplatz. Durch auslaufende Betriebsstoffe entstand eine weitere Gefahr: Sie drohten sich am Heizbrenner eines Hochdruckreinigers zu entzünden. Viel zu tun für die Ehrenamtlichen von Feuerwehren und Deutschem Roten Kreuz.

Als erste Einsatzkräfte erreichten die Mitglieder der Werkfeuerwehr Westland/Assmann den Übungsort. Schnell war der wichtigste Auftrag erteilt: Es galt, die vermissten Personen aus dem Gefahrenbereich zu retten. Dafür rüsteten sich gleich mehrere Trupps mit Atemschutzgeräten aus und machten sich auf den Weg.

Am Tanklager fanden sie in kürzester Zeit die erste Vermisste – realitätsnah geschminkt mit Verletzungen und Brandwunden. Auf einer Trage brachten die Trupps die Frau in Sicherheit und übergaben sie in die Obhut der DRK-Helfer.

Viele Aufgaben parallel

Mit den Ortsfeuerwehren Oldendorf und Niederholsten traf weitere Unterstützung ein. Immerhin galt es, parallel viele Aufgaben zu erledigen: Neben der weiteren Menschenrettung mussten die Ehrenamtlichen die Brandbekämpfung einleiten, dafür eine Wasserversorgung aufbauen und nicht zuletzt die Gefahren durch Gasflaschen und auslaufenden Dieselkraftstoff bannen. Dafür legten sie einen Schaumteppich unter den Lkw. Auch die Helfer des Deutschen Roten Kreuzes aus Westerhausen waren mit der Versorgung und dem anschließenden Transport der insgesamt fünf Verletzten ausgelastet.

Zusammenarbeit klappt

Aus Sicht der Übungsleitung und der Beobachter war die Ratsübung ein Erfolg. „Wir konnten hier wieder eindrucksvoll zeigen, wie gut die Zusammenarbeit funktioniert. Ich hoffe, dass es auch in Zukunft nur bei Übungen bleibt“, sagte Werkbrandmeister Udo Kemenah im Anschluss. Er bedankte sich besonders bei den betrieblichen Ersthelfern, die bei dieser Übung als Mimen die Verletzten darstellten.

„Ich sage Danke für den Einsatz heute Abend, aber in erster Linie natürlich auch generell für den großen ehrenamtlichen Einsatz für die Bevölkerung. Wir konnten uns mal wieder von dem Zusammenspiel überzeugen“, lobte auch Axel Noruschat als Vertreter des Ortsrats die Arbeit der Feuerwehren und des DRK.

Text und Foto: Martin Dove

20. Mai 2014 08:41 Uhr. Alter: 5 Jahre