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Benefiz-Konzert zum 150. Geburtstag des DRK in Melle

Meller Kreisblatt 9.9.13: Fantastisch. Das gab’s noch nie im Grönegau. Und wer dieses Benefiz-Konzert nicht hören konnte, verpasste eine gigantische Premiere: die Blaskapelle Gesmold und die

Foto: C. Rutsch

Heimatkapelle Welling musizierten gemeinsam zugunsten der DRK-Stiftung „Abenteuer Menschlichkeit“ am 150. Geburtstag des Deutschen Roten Kreuzes (DRK).

Etwa einhundert Bläser mussten sich förmlich in Geduld üben, um sich an den Bühnenaufgängen im Forum nicht zu sehr zu stauen. Tosender Applaus begleitete den Aufmarsch der beiden Blaskapellen, ehe das Konzert überhaupt begonnen hatte.

„Wir haben für dieses Benefiz-Konzert das Beste bekommen, was wir in der Stadt zu bieten haben“, begrüßte Frank Finkmann, Vorsitzender des DRK, die Musiker. Auf seine Anfrage nach der Anregung der Kreisgeschäftsführerin Elke Stönner hatten beide Kapellen ohne zu zögern ihre Teilnahme zugesagt.

Und ohne zu übertreiben, darf dieser Abend als der Höhepunkt im Meller Kulturleben bezeichnet werden. Märsche, Melodien aus Musicals, Jazzmusik und Klänge aus Tirol und Österreich hatten die zu dieser Mega-Kapelle zusammengewachsenen Musiker mitgebracht.

Blasgewaltig und als hätten sie schon immer gemeinsam musiziert, formierten sich die einhundert Bläser zu einer absolut homogenen Gruppe, immer abwechselnd dirigiert von Thomas Niemann aus Gesmold und Chris Stieve-Dawe aus Welling.

Die charmante Moderatorin Judith Perez führte nicht nur kundig durch das Programm, sondern stellte auch die Arbeit des DRK in Melle anhand einiger Persönlichkeiten vor. So berichtete Mechtild Matthias als Heimleiterin des Hardachstiftes über die Arbeit mit den Senioren.

Und Sabrina Ehler von der Kreisbereitschaft erzählte über die Vielfalt der ehrenamtlichen Bereiche im DRK.

Immer wieder wurden die Musiker auf diesen besonderen Auftritt angesprochen. „Es ist eine Mordsgaudi und macht Riesenspaß“, betonte Guido Kleine-Kalmer, Vorsitzender der Blaskapelle Gesmold, und Raffael Stock, Hornist in der Heimatkapelle, augenzwinkerte: „Was sich liebt, das neckt sich.“

Dieser überspringende Spaß am Konzert war auch den Worten der stellvertretenden Bürgermeisterin Annegret Mielke anzumerken, die launig das DRK mit einer großen Familie verglich und Frank Finkmann demzufolge als dessen Vater bezeichnete.

Der große Augenblick dann kam ganz zum Schluss: unter nicht enden wollendem Beifall standen die beiden Dirigenten schließlich nebeneinander am Pult und reichten sich die Hände. Wenn es für beide sicher anstrengend war, diese Riesenband durch den Abend zu führen, Spaß hatten sie allemal auch, das war zu merken.

Der Erlös des Abends kommt der DRK-Stiftung „Abenteuer Menschlichkeit“ zugute, die im Kreisverband Melle 2006 gegründet wurde und sich besonders in der personellen Betreuung oder in häuslichen Pflegeleistungen engagiert.

„Als Ausdruck der Verbundenheit mit Melle und zum Wohl der Meller Bürger“ war diese Stiftung gegründet worden, und nun leisteten die Meller einen Beitrag zum Wohl hilfebedürftiger Menschen mit weit über 6000 Euro an Spendeneintrittsgeld.

Artikel von Conny Rutsch

9. September 2013 09:31 Uhr. Alter: 6 Jahre