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Hochwasser: DRK braucht dringend Blutkonserven

NOZ 11.06.13: Melle. Die Auswirkungen der verheerenden Hochwassersituation in weiten Teilen von Thüringen und Sachsen-Anhalt sind auch beim DRK-Blutspendedienst zu spüren. Die Organisation ruft

Nach einem Deichbruch an der Elbe bei Fischbeck (Sachsen-Anhalt) wird am Montag das kleine Dorf Kabelitz (Sachsen-Anhalt) vom Hochwasser der Elbe überflutet. Foto: dpa

 

dringend zum Blutspenden auf, auch in Melle werden in den nächsten Tagen Termine angeboten. Blutspendetermine müssen derzeit in vielen Hochwassergebieten ausfallen, und das Blutspendeaufkommen ist stark gesunken. Damit die Patientenversorgung mit Blutpräparaten weiterhin gewährleistet ist, werden die Bürger in Niedersachsen und Bremen gebeten, bei der Sicherung der Blutversorgung zu unterstützen.

„Allein in der ersten Juniwoche ist durch die hochwasserbedingten Ausfälle ein Rückgang des Blutspendeaufkommens in der Größenordnung von rund 1000 Blutspenden zu erwarten“, kommentiert Nico Feldmann, Leiter der Blutspendeorganisation für Sachsen-Anhalt und Thüringen beim DRK-Blutspendedienst der Landesverbände des DRK Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Oldenburg und Bremen (NSTOB), die Lage: „Für die Versorgung der Patienten mit aus Blutspenden hergestellten Blutpräparaten werden in den medizinischen Einrichtungen in Sachsen-Anhalt und Thüringen täglich 900 Blutspenden benötigt, deshalb versuchen wir, kurzfristig alternative Termine auf die Beine zu stellen.“

In Melle finden die nächsten Blutspendeaktionen zu folgenden Terminen statt: In Bruchmühlen am Freitag, 14. Juni, in der Sandhorstschule, am Freitag, 21. Juni, in der Oberschule Buer und am Dienstag, 25. Juni, in der Kantor-Wiebold-Schule in Neuenkirchen.

Je länger die prekäre Lage in den Hochwassergebieten anhält, umso größer sind auch die Ausfälle beim Blutspendeaufkommen. Allein mit zusätzlichen Alternativterminen in Sachsen-Anhalt und Thüringen lassen sich die Ausfälle nicht auffangen, erklärt das DRK in einer Pressemitteilung. Das Versorgungsgebiet des DRK-Blutspendedienst NSTOB erstreckt sich glücklicherweise aber auch auf die Bundesländer Niedersachsen und Bremen, wo derzeit keine hochwasserbedingten Terminausfälle zu verzeichnen sind.

Der DRK-Blutspendedienst NSTOB appelliert deshalb mit hoher Dringlichkeit an alle gesunden Bürger ab 18 Jahren in Niedersachsen und Bremen, in den kommenden Tagen die angebotenen Blutspendetermine des Deutschen Roten Kreuzes in den nicht vom Hochwasser bedrohten Gebieten wahrzunehmen und mit ihrer Blutspende die Versorgung von Patienten während der angespannten Lage in Thüringen und Sachsen-Anhalt abzusichern.

11. Juni 2013 10:17 Uhr. Alter: 6 Jahre